Fühlen Sie sich medienkompetent?
Gerade Verantwortliche im Bildungsbereich stehen unter großem Druck, mit den neuen Medien kompetent umzugehen – sowohl in der Anwendung als auch als Rollenvorbild. Deswegen lautete die kürzlich durchgeführte Umfrage auf schulen-ans-netz.de: "Halten Sie sich für ausreichend medienkompetent im beruflichen Kontext?"
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| Ergebnis zur Umfrage: „Medienkompetenz ist in aller Munde. Auch für die Arbeit im Bildungsbereich gilt sie als Schlüsselqualifikation – halten Sie sich für ausreichend medienkompetent im beruflichen Kontext?“ |
Delphistudie warnt vor digitaler Spaltung
Auch neueste Studien zeigen, dass ein Teil der Bevölkerung bei der zunehmenden Bedeutung der digitalen Medien einfach abgehängt werden könnte. So warnen beispielsweise die Wissenschaftler der Anfang November herausgegebenen internationalen Delphistudie "Zukunft und Zukunftsfähigkeit der Informations- und Kommunikationstechnologien und Medien" (IKT) angesichts der rasanten Zunahme der Nutzung digitaler Medien vor der immer größer werdenden digitalen Spaltung. Um dieses Problem zu überwinden, empfehlen die Experten der Studie, die Medienkompetenz der Bevölkerung zu stärken. Gerade auch im internationalen Vergleich seien in Deutschland die Kompetenzen im Umgang mit digitalen Technologien noch verhältnismäßig schlecht. Rund 550 IKT-Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft wurden im Rahmen der unter anderem von TNS Infratest herausgegebenen Studie zu wesentlichen Entwicklungen ihrer Branchen für die kommenden zwanzig Jahre befragt.
Medienkompetenz stärken – Digitale Spaltung überwinden
Spätestens in zehn Jahren werden nach der Studie über 95 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland, Europa und den USA das Internet regelmäßig nutzen. Medienkompetenz wird nach Ansicht der befragten Experten auch im Arbeitsumfeld der Menschen immer mehr an Bedeutung gewinnen. "Die Kluft zwischen Gesellschaftsgruppen, die am digitalen Leben teilhaben und denen, die hiervon nicht profitieren, gilt es zu überwinden. Und zwar in mehrfacher Hinsicht: zwischen Stadt und Land, Alt und Jung sowie zwischen Menschen geringeren und höheren Bildungsstands", sagte Prof. Arnold Picot, Vorstandsvorsitzender des Münchner Kreises.
Mobiles Internet gehört ab 2015 zum Alltag
Wichtiger Treiber der expandierenden Bedeutung des Internets: die Entwicklung der mobilen Endgeräte. Ab dem Jahr 2015 sollen in Deutschland mehr Menschen das Internet regelmäßig über mobile Endgeräte als über stationäre Computer nutzen. Vor allem Navigations-, Ortungs- und Lokalisierungssysteme, Communitys, Assistenten sowie die visuelle Darstellung von umfeldbezogenen Informationen (Augmented Reality) sind laut Expertenmeinung zukunftsweisende Applikationen. Die Nutzung des Internets über unterschiedliche Endgeräte und Netze hinweg schafft neue Möglichkeiten, immer und überall auf Informationen, Inhalte und Anwendungen zuzugreifen.
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