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D21-Studie "Digitale Gesellschaft 2011"

Kaum mehr souveräne Internetnutzer als 2010

Laut einer Studie der Initiative D21 ist in Deutschland die Entwicklung hin zur digitalen Gesellschaft seit 2010 kaum vorangekommen. Nur die mobile Internetnutzung nimmt zu.

Die mobile Nutzung von Computer und Internet nimmt weiter zu. Das Bildungssystem müsse für die mobile Technologie fit gemacht werden, sagt der Präsident der Initative D21, Hannes Schwaderer. 

Die mobile Nutzung von Computer und Internet nimmt weiter zu. Das Bildungssystem müsse für die mobile Technologie fit gemacht werden, sagt der Präsident der Initative D21, Hannes Schwaderer. 

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Das Vertrauen in und der souveräne Umgang mit den digitalen Medien sind im vergangen Jahr kaum gestiegen. Das ergab die Studie "Digitale Gesellschaft 2011", mit der die Initiative D21 im dritten Jahr in Folge den Status der deutschen Gesellschaft auf dem Weg in die digitale Welt untersucht hat.

Der Studie zufolge sind erst 38 Prozent der deutschen Bevölkerung "in der digitalen Alltagswelt angekommen sind". Bei der Gruppe der "digital Souveränen" gab es lediglich eine Steigerung um einen Prozentpunkt im Vergleich zum Vorjahr. Somit gelten 62 Prozent der Gesellschaft als "Digital wenig Erreichte".

"Sehr positiv ist, dass in den letzten Jahren der Anteil der Onliner an der Bevölkerung von zwei Drittel auf drei Viertel gestiegen ist. Gleichwohl bleibt es wichtig, dass wir allen Mitgliedern unserer Gesellschaft die Vorteile des digitalen Zeitalters noch deutlicher als bisher nahe bringen", so Hans-Joachim Otto, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.

Mobiles Internet verbreitet sich

Ein weiteres Ergebnis: Das mobile Internet ist weiter auf dem Vormarsch. Während es im Vorjahr hauptsächlich bei der sogenannten "Digitalen Avantgarde" eine Rolle spielte, hat es jetzt selbst bei den "Digitalen Außenseitern" einen Platz gefunden. Immerhin drei Prozent derjenigen, die sich kaum mit den digitalen Medien beschäftigen, haben einen mobilen Internetnutzung. 2010 verfügte in dieser Gruppe noch keiner der Befragten über einen solchen Zugang.

Hannes Schwaderer, Präsident der Initiative D21, erklärt dazu: "Die mobile Technologie wird das Leben und Arbeiten in den kommenden Jahren nochmals revolutionieren und einen ganz entscheidenden Anteil an der Entwicklung der digitalen Gesellschaft in Deutschland haben. In Zukunft wird der Technologiezugang noch einfacher werden und somit die Eintrittsschwelle in die digitale Welt weiter sinken. Herausforderung bleibt, dass wir hier gerade das Bildungssystem fit machen müssen, damit die digitalen Medien als Kreativ- und Informationswerkzeug für die gesamte Gesellschaft selbstverständlich werden."

"Die digitale Gesellschaft in Deutschland"

"Die digitale Gesellschaft in Deutschland – Sechs Nutzertypen im Vergleich" ist eine Studie der Initiative D21, durchgeführt von TNS Infratest. Das Marktforschungsinstitut führte dafür 1.000 Telefoninterviews durch. Die Initiative D21 ist ein parteien- und branchenübergreifendes Netzwerk von 200 Mitgliedsunternehmen und -institutionen sowie politischen Partnern aus Bund, Ländern und Kommunen. Ihr Ziel ist es, Deutschland in der digitalen Welt des 21. Jahrhunderts gesellschaftlich und wirtschaftlich erfolgreich zu machen. Seit 2001 veröffentlicht die Initiative D21 in jedem Jahr den "(N)ONLINER Atlas" mit empirischen Informationen zur Internetnutzung in Deutschland.

[ Meldung vom 08.12.2011 ]

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