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Fussball-Weltmeisterschaft

Bunte WM: Junge Migranten im Fußballfieber

Die WM 2010 wird in Deutschland ganz unterschiedlich er- und gelebt. Auch im Schulen-ans-Netz-Projekt Mixopolis zeigt sich ein buntes Bild, wenn man die Mentorinnen und Mentoren nach ihrem persönlichen Umgang mit der WM befragt.

<span style="font-size: 12pt; font-family: &quot;Times New Roman&quot;;"></span>Mentorinnen und Mentoren des Schulen-ans-Netz-Projekts Mixopolis. <b><span style="font-size: 12pt; font-family: &quot;Times New Roman&quot;;"><br /></span></b>

Mentorinnen und Mentoren des Schulen-ans-Netz-Projekts Mixopolis.

Ob beim Public Viewing vor der Riesenleinwand, in der winzigen Lieblingskneipe oder einfach auch zuhause: Für die meisten Deutschen ist die Weltmeisterschaft in Südafrika ein echtes Highlight des Jahres, das man mit Familie, Freunden und Kollegen feiert. Dabei hat jeder seine eigenen Vorlieben. Mit welcher Mannschaft sympathisiert man, wo schaut man am liebsten die Spiele, wie reagiert man auf die südafrikanische Tröte? Wir haben einige Mentoren des interkulturellen Jugend-Online-Portal Mixopolis von Schulen ans Netz nach ihren bisherigen WM-Erfahrungen befragt. Alle drei haben einen Migrationshintergrund, und betreuen auf dem Portal die Community und beraten Jugendliche in Sachen Berufs- und Lebensorientierung.

Margarita (26) kommt aus Griechenland und lebt heute in der Nähe von Köln. Obwohl sie sich nicht sonderlich für Fußball interessiert, gönnt sie einer afrikanischen Mannschaft ausdrücklich den WM-Titel. Sie ist aber gleichzeitig skeptisch, ob das ein Team vom Gastgeberkontinent schaffen kann. Darüber hinaus sind ihre Sympathien aber recht deutlich vergeben: "Ich drücke am meisten Griechenland die Daumen. Ist doch klar!", sagt die Bankkauffrau. Befragt nach den Chancen der Mannschaft von Trainer Otto Rehhagel sagt sie nur schelmisch: "Wer zuletzt lacht, lacht am besten!"

Metin (24) hat eigentlich gar keine Zeit, sich mit der WM zu beschäftigen: Der Student der Elektrotechnik mit türkischem Migrationshintergrund schreibt gerade an seiner Diplomarbeit, nutzt aber dennoch jede freie Minute, um bloß kein Match zu verpassen: "Ich schaue mir die WM-Spiele gerne draußen an, am liebsten in Cafés, weil da die Stimmung am besten ist." Er drückt der deutschen Mannschaft die Daumen: "Besonders den ‚jungen Wilden’ Schweinsteiger, Poldi, Özil, Thomas Müller & Co." Seiner Meinung nach haben die Deutschen im Australien-Spiel den bislang besten Fußball gezeigt. Er warnt aber vor zu viel Optimismus: "Es kann immer wieder eine Mannschaft für Überraschungen sorgen!"

Ali, Mixopolis-Mentor aus Bielefeld, hält Deutschland für einen der Mitfavoriten: "Keine Mannschaft von Einzelplayern, sondern ein Team, das zusammenhält und Stärke beweist", betont er. Er hofft auch auf den belebenden "Lena"-Effekt, wenn Deutschland Weltmeister wird. Der 28 Jahre alte Jurist mit kurdisch-türkischen Wurzeln hat aber auch einen Geheimtipp parat: Paraguay traut er noch eine Überraschung zu.

Einig sind sich die drei Mentoren darin, dass die mittlerweile berüchtigten Vuvuzelas recht nervtötend sein können. Während Margarita einfach rät, mit zu tröten, plädiert Metin gleich für ein Verbot: "Ich will beim Fußball Spaß haben und keine Kopfschmerzen kriegen!" Ali dagegen hofft auf die moderne Technik: "Ich habe gesehen, dass es mittlerweile einen Vuvuzela-Filter für die Fernsehzuschauer gibt. Ausprobiert habe ich es bisher aber noch nicht."

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[ Meldung vom 22.06.2010 ]

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