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Bonner Wissenschaftsnacht: Technik zum Anfassen

Wie baue ich mir eine kleine Solarkugel, die sich selbst mit Energie versorgt? Am Stand von Schulen ans Netz auf der Bonner Wissenschaftsnacht können Jugendliche das Thema Energie ganz praktisch entdecken.

Besucher der Bonner Wissenschaftsnacht beim Basteln der Solarzelle am Stand von "Naturwissenschaften entdecken!"

Besucher basteln an einer Solarzelle am Stand von "Natur-wissenschaften entdecken!"

Spannende Experimente, Lernmodule und Energierätsel: Das hat der Verein Schulen ans Netz auf der Bonner Wissenschaftsnacht 2010 geboten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Thema Solarenergie.

Kleines "Solarkraftwerk" zum Selberbauen

Rashid (15), Mustafa (14) und Kevin (15) sind ganz konzentriert bei der Sache: Sie bauen sich sozusagen ein kleines "Solarkraftwerk" zusammen, Anleitung und Bauteile haben sie am Stand von Schulen ans Netz erhalten, jetzt müssen die Schüler im Workshop selbstständig die Solarkugel zusammensetzen. "Vorsicht, der Lötkolben ist heiß", ruft Schulen-ans-Netz-Mitarbeiterin Maja Neupert ihnen zu.

Doch die Schüler einer Bonner Gesamtschule gehen schon recht fachmännisch mit dem Lötkolben um. Sie müssen auf einer Platine Transistoren befestigen. Eine knifflige Angelegenheit, wenn man es zum ersten Mal macht. Doch die drei basteln gerne und verbinden ohne Probleme die Bauteile. Erstaunlich schnell werden Schalter, Diode und Spulen zusammengesetzt. Mit Stolz präsentieren die Jungen schließlich ihre Solarleuchten, die sie natürlich auch behalten dürfen. "Ich werde sie meiner Mutter schenken, passt gut auf unseren Balkon, auf dem noch eine Lampe fehlt", sagt Rashid. "He, Ihr braucht dafür überhaupt keinen Strom mehr", wirft sein Freund Kevin ein.

Sonnenenergie und Muskelkraft

Währenddessen stößt auch das LEGO Modul am Stand von Schulen ans Netz auf großes Interesse:  Lichtenergie einer Lampe – weil im Zelt keine Sonne scheint - wird über eine Solarzelle in Strom umgewandelt, mit dem dann ein Windrad angetrieben wird. "Jetzt bewegt sich das Windrad nicht mehr!" Alexander (10) verdeckt mit seiner Hand die Solarzelle, die von einer Lampe bestrahlt wird, und führt diesen Effekt den Umstehenden vor. "Mit diesem Versuchsaufbau kann man den Schülerinnen und Schülern anschaulich vermitteln, wie man verschiedene Energieformen ineinander verwandeln kann", erläutert Dr. André Diesel von Schulen ans Netz den Hintergrund des Versuchs. Gleichzeitig kann über einen kleinen Hebel das Windrad auch per Muskelkraft bewegt werden. "Das zeigt den Jugendlichen dann sehr anschaulich, wie viel Energie überhaupt nötig ist, um das Windrad zu bewegen."

Dr. Andrea Niehaus, Leiterin des Deutschen Museums in Bonn, das die Wissenschaftsnacht mit organisiert hat, schaut sich das rege Treiben am Stand von Schulen ans Netz an und ist ganz begeistert: "Das nenne ich Technik zum Anfassen!", sagt sie. "Ich finde den Mitmacheffekt klasse, weil die Kinder und Jugendlichen hier selber ausprobieren können, was es mit erneuerbaren Energien auf sich hat."

Die Bonner Wissenschaftsnacht geht noch bis Freitag, 25. Juni, 9.00-1.00 Uhr (nachts). Schulen ans Netz e. V. finden Sie im Wissenschaftszelt auf dem Bonner Münsterplatz. Am Freitag ist bei Schulen ans Netz einer der Höhepunkte das Kunstprojekt von Joachim Harbut: Gemeinsam mit dem Künstler können Kinder und Jugendliche ab 18.00 Uhr an einer Energieskulptur mitarbeiten, die nach Fertigstellung dem Deutschen Museum in Bonn übergeben werden soll.

[ Meldung vom 25.06.2010 ]

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