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Lernen aus OLCP-Projekt

Im Spannungsfeld zwischen Technik und Didaktik diskutieren Richard Heinen (Schulen ans Netz) und Joachim Wedekind (IWM) das Potential des One-Laptop-per-Child-Projektes für Deutschland in der Zeitschrift LOG IN. Heinen sieht vor allem eine Chance für sozial Schwache.

Junge schaut auf den Bildschirm

Der Einsatz von 100-Dollar-Laptops im Zuge des One-Laptop-per-Child-Projektes (OLCP) soll die Kluft zwischen Entwicklungsländern und Industrienationen verringern. Jeder Schüler bekommt dabei ein solches, speziell für diesen Zweck produziertes Notebook. Doch welche Potentiale hat das Projekt eigentlich für Deutschland? Darum dreht sich das Gespräch von Richard Heinen, Projektleiter bei Schulen ans Netz e. V., und Dr. Joachim Wedekind vom Institut für Wissensmedien, Tübingen (IWM), in der Zeitschrift LOG IN. Genauer beleuchten die beiden einen möglichen Einsatz der Notebooks an der Grundschule.

Einfache Technik und didaktischer Einsatz

"Ich kenne keinen vergleichbaren bundesdeutschen Schulversuch mit Laptops", sagt Wedekind bezogen auf das OLCP-Projekt. Die einfache Technik betrachtet er gerade in der Grundschule als Vorteil. Was für den Einsatz des OLCP-Projektes spricht, ist seiner Meinung nach die speziell für Kinder (und extreme Bedingungen) entwickelte Hard- und Software, nämlich das XO-Laptop sowie das SUGAR-Betriebssystem und seine Werkzeuge.

Richard Heinen legt besonderen Wert auf den pädagogisch und didaktisch durchdachten Einsatz. Der Projektleiter von "Naturwissenschaften entdecken!" bei Schulen ans Netz sieht die Chance des OLCP-Projektes in Deutschland vor allem im Einsatz für Klassen mit sozial benachteiligten Kindern. Für sie könnten Notebooks neue Lernressourcen eröffnen.

Vergangenheit und Zukunft mit Notebooks

An einem Rückblick zum Einsatz von Notebooks in deutschen Schulen macht Heinen deutlich, dass nachhaltig etablierte und didaktisch durchdachte Projekte erfolgreich sind. Dazu gehören seiner Ansicht nach vor allem die früheren Projekte. Heute stehe bei Schul-Projekten mit Notebooks häufig die "öffentlichkeitswirksame Profildarstellung" im Vordergrund anstatt eines didaktischen Konzepts.

Die möglichen Lernziele bei einem entsprechenden Projekt sehen Wedekind und Heinen in der Förderung von Medienkompetenz und dem möglichen und alltäglichen Einsatz computerbasierter Werkzeuge. Beide sind der Meinung, dass ein Versuch in dieser Richtung auf jeden Fall zahlreiche Potentiale bietet. Gerade in der weiterführenden Schule müsse der Einsatz von Medien weniger punktuell, sondern alltäglich sein, wie außerhalb der Schule auch. Dem kommt der One-Laptop-per-Child-Gedanke entgegen.

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