Teil 2: Interesse für die "harten" Wissenschaften wecken

Eröffnung im Geographischen Institut
"Jahr der Astronomie 2009"
Dr. Michael Geffert von der Universität Bonn stellte in seinem Impulsreferat die vielfältigen Aktionen des "Internationalen Astronomie-Jahres 2009" vor. "Vor 400 Jahren wagte Galilei die erste Himmelsbeobachtung", erläuterte Geffert die Jahreszahl 2009. Mit dem Fernrohr habe Galilei nicht nur die Jupitermonde, sondern auch so bedeutende Phänomene wie die Sonnenflecken und die Milchstraße entdeckt. Ein anderer wichtiger Vertreter der Astronomie, nämlich Johannes Kepler, habe im Jahre 1609 das Fundament für das heutige heliozentrische Weltbild gelegt.
Mit vielfältigen Aktionen und Aktivitäten soll im "Jahr der Astronomie" das Interesse an der Himmelserforschung geweckt werden. Mit der bundesweiten Veranstaltung "100 Stunden Astronomie" (2.-5. April 2009) sind Schulen, aber auch Familien aufgefordert, den Blick ‚gen Himmel’ zu richten und sich die Welt der Sterne zu erschließen. Geffert betonte in seinem Vortrag, dass es keineswegs immer der Technik bedarf, um interessante Beobachtungen am Firmament zu machen: "Auch ohne Fernglas gilt es viel zu entdecken!" Seine Zuhörer ermunterte der Astronom, der häufig an Grundschulen jungen Sternenguckern die Freude am Fach vermittelt, sich mit weiteren Aktionen an dem "Jahr der Astronomie" zu beteiligen.
Satellitenbilder und "nanoTruck" begeistert Lehrkräfte und Schüler
Dass die digitalen Medien das Interesse an naturwissenschaftlichen Phänomenen nachhaltig stärken können, zeigte dann beispielsweise der Workshop "Satellitenbilder im Unterricht" auf. Mit beliebten Tools wie Google Earth erkunden Schüler tagtäglich die faszinierenden Seiten der Fernerkundung. In Fächern wie Physik und Erdkunde können Lehrkräfte von dieser Begeisterung für digital erzeugte Bilder profitieren. Auch die Beschäftigung mit der Wissenschaft vom "Kleinsten" kann Schüler in den Bann schlagen: Im Rahmen der Fachtagung machte der mobile "nanoTruck" Station in Bonn, nämlich auf dem Schulhof des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums, und bot Lehrkräften und Schülern spannende Einblicke in die Nanotechnologie, beispielsweise in den Bereichen Medizin, Lichttechnik, Bauwesen, Information und Verkehr. Die Macher des "nanoTrucks" zeigten sich erstaunt über den großen Zuspruch selbst der jüngeren Schüler: Als während eines Vortrags die Türen des riesigen Fahrzeugs geschlossen waren, klopften Sechstklässler voller Ungeduld an und baten um Einlass!
Zum Abschluss der Fachtagung wurde auch über Bildungsfragen angeregt diskutiert: Der Filmemacher Paul Schwarz lieferte mit seiner viel beachteten Doku "Wissen der Zukunft – Wie Bildungsarbeit weltweit gelingt" die Stichworte für eine Debatte, in der es vor allem darum ging, welche Impulse für einen zeitgemäßen naturwissenschaftlichen Unterricht internationale Vergleichsstudien wie PISA & Co liefern können erhielten.
[ Meldung vom 25.09.2008 ]





