Fortbildung mündet in erfolgreiche Medienprojekte
In Berlin zeigte die Abschlussveranstaltung der Fortbildung „Kreative Medienarbeit in Kita und Schule“ 2008, dass der Einsatz von Computer & Co bereits im frühkindlichen Bereich große Potenziale bietet. Die Teilnehmerinnen der Pilot-Fortbildung erhielten ihre Zertifikate.

Teilnehmerinnen der Fortbildung "Kreative Medienarbeit in Kita und Schule"
Strahlende Augen bei der Übergabe
Die 16 Teilnehmerinnen der Fortbildung "Kreative Medienarbeit in Kita und Schule" erhielten zum Abschluss der sechsmonatigen Qualifizierung vom Verein Schulen ans Netz und von BITS 21 im fjs e. V. ihre Zertifikate. Präsentiert wurden die einzelnen Praxisprojekte, in denen unter anderem mit Digitalkameras und Computersoftware Kita-Zeitungen, Fotoromane oder Kunstkalender erstellt wurden, in Fachgesprächen, Filmbeiträgen und einer Ausstellung. Gerhard Seiler vom Projekt BIBER betonte in seinem Grußwort, dass sich bei den Verantwortlichen erfreulicherweise die Erkenntnis durchgesetzt habe, dass Kitas einen Bildungsauftrag zu erfüllen haben. "Die Bedeutung des Übergangs von der Kita zur Schule, wie er auch in unseren BIBER-Fortbildungen zum Ausdruck kommt, wird mittlerweile in allen Bildungsplänen berücksichtigt", so Seiler.
Medien sind omnipräsent
"Auch die EURO 2008 ist im Kindergarten schon ein Thema!" Beate Lutze, Medienpädagogin von der Kita "Bundesallee", unterstrich in ihrem Impulsreferat die Bedeutung von "Helden-Bedürfnissen" bereits bei Drei- bis Sechsjährigen. Pädagogische Fachkräfte sollten auch die Begeisterung für die vielen Action- und Comic-Helden ernst nehmen. "Warum ist Sponge Bob ein Held?", fragte Lutze in die Runde. Anstatt die Mediengewohnheiten nur zu kritisieren, könne man in Medienprojekten die kindlichen Lebenswelten erkunden, den Kindern dabei die Möglichkeit bieten, die Mechanismen, wie Figuren zu Helden gemacht werden, zu begreifen. Wann sollten Computer & Co zum Einsatz kommen? Wenn Kinder das Interesse an digitalen Medien formulierten, so Lutze, sollten auch die Erzieherinnen und Erzieher im Kindergarten beginnen, sie mit spielerischen Übungen an die Techniken heranzuführen. Der Vorteil des Medieneinsatzes im Kindergarten liege im gemeinschaftlichen Erkunden und Ausprobieren. Auch mit den Eltern sollte der Dialog über die Mediennutzung ihrer Kinder gesucht werden. Weiterbildung in Sachen Medienkompetenz sei wichtig, damit die pädagogischen Fachkräfte auch die Potenziale der digitalen Medien nutzen könnten.
[ Meldung vom 26.06.2008 ]





