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Bayerische Schulen ausgezeichnet

Web 2.0-Dienste wie Wikis, Blogs, Podcasts, Chats oder RSS-Feeds erobern auch die Bildungslandschaft. Webbasierende Lernplattformen und Online-Dienste erweitern jeden Internetbrowser um vielfältige Angebote für Lernende und Lehrende.

VertreterInnen des Gymnasiums in Oettingen bei der Qualitätssiegelverleihung in München

VertreterInnen des Gymnasiums in Oettingen bei der Qualitätssiegelverleihung in München

Auf der Veranstaltung am 9. Juli im Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) in München stellten das Sonderpädagogische Förderzentrum Eichstätt, das Albrecht-Ernst-Gymnasium Oettingen und die Anton-Seitz-Schule Roth ihre Projekte vor. Die Schulen hatten digitale Medien und Plattformen im Internet für gemeinsame Projektarbeit mit ihren Partnern in sechs europäischen Ländern genutzt und damit den Schülerinnen und Schülern einen Zugang zu Gleichaltrigen im Nachbarland eröffnet. Verständnis, Toleranz und Respekt wuchsen in gleichem Maße wie Medienkompetenz und kommunikative Fähigkeiten.

Klassische Bildung und moderne Technologien

Als Voraussetzung für eine Auszeichnung mit dem eTwinning-Qualitätssiegel müssen die Projekte sieben Kriterien erfüllen, unter anderem Innovation und Kreativität, curriculare Integration und Nachhaltigkeit. Die drei ausgezeichneten Projekte hatten alle Kriterien voll erfüllt. Das Albrecht-Ernst-Gymnasium in Oettingen erhielt die eTwinning-Auszeichnung für eine Partnerschaft mit einem griechischen Gymnasium in Patras. In ihrem Projekt "Oettingen entdeckt Patras und Patras entdeckt Oettingen" bereiteten die Schüler des Altgriechisch-Kurses ihren Schüleraustausch im Internet vor und zeigten, wie klassische Bildung und moderne Technologien eine kreative Verbindung eingehen. Mehrere Schülerinnen und Schüler waren mit ihrem Lehrer Klaus Karrer nach München gekommen, um das Qualitätssiegel entgegen zu nehmen.

Naturerfahrung im europäischen Austausch

Das Sonderpädagogische Förderzentrum Eichstätt arbeitet seit 2006 mit vier europäischen Volks- und Förderschulen zusammen. In ihrem Projekt "Beneath our feet" untersuchen die 9- bis 16-jährigen Schülerinnen und Schüler den Boden, der ihnen "zu Füßen liegt". In englischer Sprache tauschen sie ihre Eindrücke und Ergebnisse aus und nutzen dabei digitale Medien und das Internet. Das Projekt zeige auf hervorragende Weise, wie eTwinning-Partnerschaften – mit kreativen Methoden kombiniert – das Selbstwertgefühl stärken und zum Lernen motivieren, urteilte die Jury. Heike Härtel von der Nationalen Koordinierungsstelle eTwinning in Bonn gratulierte den Schülern und ihrer Lehrerin Iris Weitzel-Gümpel, die bereits zum zweiten Mal für ein eTwinning-Projekt mit dem Qualitätssiegel ausgezeichnet wurde. Herausragend an diesem Projekt sei auch, so Härtel, dass nicht nur die Schüler sondern auch die Lehrer die Informations- und Kommunikationstechnologien zielgerichtet für die Verwirklichung einer gemeinsamen Idee eingesetzt haben. Passend zur Qualitätssiegelverleihung wurde das Projekt "Beneath our feet" in diesem Monat von eTwinning als "Projekt des Monats" ausgewählt.

[ Meldung vom 10.07.2008 ]

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